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Exponat des Monats im Lohner Industriemuseum

Das Magazin des Lohner Industriemuseums wartet auf viele Zauberworte. Das Industrie Museum Lohne stellt sich dem Motto: „Der Vergangenheit ein Zukunft geben.“ Sammeln, bewahren, inventarisieren, restaurieren und erforschen sind die Aufgaben eines jeden Museums mit der Absicht, die Ergebnisse schließlich münden zu lassen im Ausstellen dieser Stücke mit den zugehörigen Erläuterungen. Das Lohner Industriemuseum beschäftigt sich, wie aus der Namensgebung hervorgeht, vornehmlich mit der industriellen Sachkultur der Region. Deshalb soll für den Monat März ein Sammelstück aus der industriellen Fertigung vorgestellt werden, ein auf den ersten Blick unscheinbares. Bei der genaueren Befragung ergeben sich viele interessante Aspekte der Industrie- und Gesellschaftsgeschichte.

Die Dachziegel aus dem Magazin des Industriemuseums, die jetzt als Exponat des Monats im Museum zu sehen ist, weist auf der Innenseite die Beschriftung „Küstermeyer“ auf.

Die erste Lohner Ziegelei wurde, wie der Name Kirchenziegelei verrät, für den Neubau der Pfarrkirche St. Gertrud 1808 gegründet. Bis dahin gab es im ganzen Amte Vechta nur eine Ziegelei, nämlich eine staatliche, sie befand sich auf der Landwehr in Vechta.

Im 19. Jahrhundert wurden für viele Bauten statt Mauerziegel die Baustoffe Holz und Lehm in Gefachen verwendet. Für die Dächer waren Stroh und Reet statt Dachziegel in Gebrauch. Die gebrannten Ziegel kamen mit der Gründung einiger Ziegeleien ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode. In Lohne gab es nach der Kirchenziegelei weitere Ziegeleien mit unterschiedlicher Zeitstellung: Riesselmann (Bereich heute „Hoher Weg“), Vulhop (heutiger Vulhopsweg), Wassenberg (beim Wassenberger Damm), Kokenge (Südlohne, heute Ziegelstraße) und Koldehoff/Meistermann (Nordlohne) und Küstermeyer.

Die Ziegelei Küstermeyer, von der das vorgestellte Exponat des Monats stammt, ist für das Jahr 1872 auf dem heutigen Raiffeisenplatz nachgewiesen. Laut Brandkassenregister wurden die Ziegeleigebäude seit 1891 nicht mehr für die Ziegelei genutzt. Die Tongrube lag auf dem Esch an der heutigen Falkenbergstraße, etwa beim ehemaligen Postgebäude. Der Ton wurde in Loren zur Ziegelei gefahren. Die Ziegelei war ein Nebenerwerb zur Landwirtschaft. Während der Saison wurden Facharbeiter aus dem lippischen Raum angeworben, die in speziell für sie errichteten simplen Behausungen untergebracht waren. Im Handstrichverfahren wurden Mauersteine und Dachziegel hergestellt, die es in roter und schwarzer Farbe gab. Beim Abriss alter Gebäude sollte man schauen, ob man noch historisches Baumaterial als Relikte der Anfänge der Lohner Ziegeleien sichern kann.

In der Sondervitrine im Industriemuseum für das Exponat des Monats sind auch Vollsteine für den Erweiterungsbau der Pfarrkirche St. Gertrud (Bauzeit 1890-92) zu sehen. 1888 wurden 600.000 Steine in sieben Brennvorgängen in der Kirchenziegelei hergestellt.

Benno Dräger

Fotos:

Ziegel kuestermeier  VollziegelsteineVollziegelsteine 

Dachziegel mit Namen der Ziegelei: B. KÜSTERMEYER LOHNE

Vollziegelsteine für den Erweiterungsbau von St. Gertrud 1890-92

Fotos: Dräger

 

  • Wanderausstellung des Polizeimuseums Niedersachen
    "Freunde, Helfer, Straßenkämpfer - die Polizei in der Weimarer Republik"
    vom 12.01.2024 bis 07.04.2024 im Sonderausstellungsraum

    20230112 Plakat Ausstellung Lohne

  • Der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta ist es gelungen, diese Wanderausstellung ins Industriemuseum Lohne zu holen. Die Ausstellung zeichnet die widersprüchliche Geschichte der Polizei während der ersten deutschen Republik nach - mit Focus auf den Regionen des heutigen Niedersachsens. Originale Exponate aus der Sammlung des Polizeimuseums Niedersachsen laden zu einer besonderen Zeitreise an.

Demnächst

7 Apr

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Freunde – Helfer – Straßenkämpfer“ (Abschluss).

10 Apr
Historische Tapetenmaschine
10.04.2024 18:00

Vorführung einer historischen Tapetenmaschine im großen Vortragssaal

22 Apr
Mitgliederversammlung
22.04.2024 19:00

Mitgliederversammlung des Heimatvereins Lohne im großen Vortragssaal

IML Termine 2024

logo transNachrichten aus dem Museum

  Das Industriemuseum hat seit dem 1. Oktober 2023 einen neuen Leiter, Herrn Raphael Schmitt        mehr....

  • Ein Federofen zum Ausprobieren

federofenIn der Dauerausstellung des Industriemuseums hat der Federofen einen besonderen Platz, gehört zu den wenigen Exponaten der Federbranche und stammt somit aus der ersten Phase der Industrialisierung der heimischen Region. Sein Alter wird vermutlich bei über 150 Jahren liegen.

Er diente zur Herstellung von Schreibfedern aus Gänsekielen. Die gesäuberten Federn wurden darin  in heißem Sand gehärtet und anschließend in weiteren Arbeitsgängen bearbeitet. Millionen von Schreibfedern wurden auf diese Weise in Lohne hergestellt und in alle Welt exportiert.

Im museumspädagogischen Programm des Museums können Schulklassen und Gruppen  einzelne Arbeitsschritte der Federproduktion ausprobieren. Und nun auch noch anschaulicher mit einem Nachbau eines Federofens. Alex Bödeker und Aloys Holthaus aus der Restaurierungsgruppe des Lohner Museums haben sich den Originalofen in der Ausstellung genau angesehen und in ihrer Ausführung  für ein ähnliches Aussehen und Größe gesorgt. In die kleine Brennkammer wurde allerdings eine Kochplatte eingesetzt. Und nun wird elektrisch der Sand erhitzt, weil ein kleines Torffeuer nicht umsetzbar gewesen wäre.  „Die ersten Versuche sind schon geglückt“, sagen sie, „wir müssen jetzt noch die genaue Wärmezufuhr ausprobieren und dann steht der Federofen den kleinen und großen Museumsbesuchern zum Ausprobieren zur Verfügung“.

  • So bekommt Kunststoffabfall ein neues Leben. Wir zeigen, was mit Verpackungen aus der gelben Tonne passiert /
    Neues Exponat „Kreis-Lauf“ entsteht in Kooperation mit Pöppelmann

    pm rondell 1Die Kreislaufwirtschaft ist das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Näheres ist jetzt im Industriemuseum Lohne zu erfahren. Mit der Erweiterung des Museumsbaus entstand hier Platz für ein neues Exponat namens „Kreis-Lauf“ in Form eines Rondells in der Kunststoff-Dauerausstellung: Es zeigt, wie Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffbranche funktioniert – und zwar schon jetzt und hier im Oldenburger Münsterland. Dieser neue Ausstellungsbeitrag entstand im Rahmen einer Projektkooperation, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens Pöppelmann mehr..
 

Lernort Museum

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Noch einmal in die Schule gehen wie früher

Noch einmal in die Schule

Museumsgästeführerin Karin Brinkmann gibt Schulunterricht in der Tagespflege St. Elisabeth in Lohne

Hanna Nordlohne, Leiterin der Tagespflege im Elisabethhaus, hatte die Idee, eine historische Schulstunde für ihre Tagesgäste im Elisabethhaus stattfinden zu lassen und hatte sich damit an das Industrie Museum Lohne gewandt. Und der Ortswechsel des bestehenden museumspädagogischem Programms wurde von den 15 Teilnehmerinnen im Alter von 65 – 100 Jahren gerne angenommen.

„Ich habe unseren Gästen erzählt, das Museum kommt zu uns. Neugierig und gespannt wurde die Gästeführerin Karin Brinkmann erwartet. Und dann ging es in Jugend und Kindheit zurück“, erzählt Hanna Nordlohne. mehr

 

 

 

 

Stegemann Schule
300 LBZH OsStegemann Schule300 realschule lohne300 overberg Vechta

logo transMuseumsgütesiegel 2022 - 2028

urkunde2022Das Industriemuseum Lohne hat es wieder geschafft: Zum dritten Mal nach 2007 und 2014 haben der Museumsverband Niedersachsen und Bremen gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung die Einrichtung mit dem Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen ausgezeichnet. Urkunde und Plakette überreichte Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler am Donnerstag in Anwesenheit von Dr. Johannes Janssen (Sparkassenstiftung) und Professor Dr. Rolf Wiese (Museumsverband) an die Lohner Museumsleiterin Ulrike Hagemeier (Foto. Links). Sie wurde vorn stellvertretenden Lohner Bürgermeister Norbert Bockstette (rechts) nach Hannover begleitet. Mehr....

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Seit Anbeginn sind ehrenamtliche Mitarbeiter im Industrie Museum Lohne tätig.
Waren es zunächst einige wenige engagierte Lohner, sind es mittlerweile
über 50 Frauen und Männer, die sich für „ihr“ Museum stark machen. Es wird
unter anderem inventarisiert, restauriert oder es werden Fotos eingescannt. mehr....
Gerne zeigen wir Ihnen die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Museum.
ulrike 
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