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OV 19.07.2021 Die Zukunft des Industriemuseums

OV-19.07.2021


 

Im "Lohner Wind" erschienen:

Der Anbau sichert die neue Zukunft des Industrie Museums

Das Industrie Museum Lohne hat seinen Anbau. So wurde die Einweihung vor etwa 100 geladenen Gästen eine Stunde des Danksagens und der freudigen Vorausschau. Nach dem Planungsbeginn 2013 dauerte es zwar ein paar Jahre bis das Konzept, die Zeichnungen und die Kosten von 1,6 Millionen Euro für die Erweiterung in trockenen Tüchern waren, doch dann ging alles sehr schnell. Der zweistöckige Bau selbst wurde innerhalb von 14 Monaten fertiggestellt.
Drei Kernziele wurden mit diesem Schritt erreicht. Der bisherige Seminarraum platzte bei vielen Veranstaltungen aus allen Nähten. Bis zu 150 Sitzplätze umfasst der neue Mehrzwecksaal auf einer Fläche von 174 m2.  Zum Zweiten sollte die Sonderausstellungen einen eigenen Platz finden, damit der Hauptraum im Erdge‑ schoss für die Darstellung der Industriegeschichte frei wird. Sonderausstellungen gibt es demnächst auf 181 m2 Fläche im Obergeschoss, wo außerdem ein päda‑ gogischer Arbeitsraum (53 m2) geschaffen wurde.

Das Industrie Museum ist vor Jahren eine Symbiose mit der Galerie Luzie Uptmoor eingegangen, die als Mieter ebenfalls in den 1.Stock ziehen wird. Die erste Vernissage ist für den 10. Oktober vorgesehen.
Sichtlich zufrieden war Benno Dräger, der ehrenamtliche Leiter der Einrichtung, als er freudig feststellte: „Die neue Zukunft des Industrie Museums Lohne hat be‑ gonnen!" Zuvor hatte er neben den ausführenden Architekten Heinz Themann und Bernhard Lindemann vom Büro Schmölling & Partner den ehrenamtlichen Helfern gedankt, insbesondere Bauleiter Alfons Sieverding und Kassenwart Jürgen Rauber.
Als Vorstandsvorsitzender der Stiftung fügte Michael Gerwing Benno Dräger hinzu und überreichte diesen Akteuren mit der hauptamtlichen Leiterin Ulrike Hagemeier ein Präsent. Zwei Dinge erfreuten ihn zudem: Die veranschlagte Bausumme konnte exakt eingehalten werden. Der Dank galt zuerst der Stadt Lohne, die 75% (1,2 Millionen) übernommen hatte. Die restliche Summe kam von Ban‑ ken, Sparkassen, aus der heimischen Wirtschaft, Einzelstiftern und von der Lea‑ der-Stiftung mit 100 000 € Europamitteln. Des Weiteren wurden große Teile des Baus durch heimische Firmen ausgeführt.
Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer betonte, dass der „städtische Zuschuss gut angelegt" sei. Das Museum als „industrielles Gedächtnis der Region" sei ein „echter Gewinn für die Stadt". Als Geschenk gab es eine Skulptur des Lohner Künstlers Dr. Ulrich Fox, sowie einen Zuschuss zur sogenannten „Lohner Wand", die als Geschichtsfries eindrucksvoll den Seminarraum ziert.
Das Schlusswort von Architekt Bernhard Lindemann war glücklich: „Es ist geschafft!" resümierte er, bevor er noch einmal auf die Bauentwicklung einging und zudem erläuterte, dass die Statik so ausgelegt sei, dass eine Erweiterung auf drei Etagen in der Zukunft möglich bleibt. Abschließend überreichte er Dräger traditi‑ onsgemäß einen symbolischen Schlüssel.

Vor der Einweihung musste die Grundsteinlegung, die wegen der Corona-Pan‑ demie ausgefallen war, nachgeholt werden. In einer Zeitkapsel mauerten die Bauhandwerker Rudolf Holländer und Lars Blettrup neben der Tageszeitung und den Architektenplänen Kursmünzen, Briefmarken, die Tageseinladung und -reden so‑ wie mehrere Museumspublikationen für die Nachwelt ein.  Die gesamte Veranstaltung begleitete Jakob Lesch von der Musikschule Lohne auf dem Marimbafon.

 

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