logo oben21

  • Startseite

Exponat des Monats im Lohner Industriemuseum

Das Magazin des Lohner Industriemuseums wartet auf viele Zauberworte. Das Industrie Museum Lohne stellt sich dem Motto: „Der Vergangenheit ein Zukunft geben.“ Sammeln, bewahren, inventarisieren, restaurieren und erforschen sind die Aufgaben eines jeden Museums mit der Absicht, die Ergebnisse schließlich münden zu lassen im Ausstellen dieser Stücke mit den zugehörigen Erläuterungen. Das Lohner Industriemuseum beschäftigt sich, wie aus der Namensgebung hervorgeht, vornehmlich mit der industriellen Sachkultur der Region. Deshalb soll für den Monat März ein Sammelstück aus der industriellen Fertigung vorgestellt werden, ein auf den ersten Blick unscheinbares. Bei der genaueren Befragung ergeben sich viele interessante Aspekte der Industrie- und Gesellschaftsgeschichte.

Die Dachziegel aus dem Magazin des Industriemuseums, die jetzt als Exponat des Monats im Museum zu sehen ist, weist auf der Innenseite die Beschriftung „Küstermeyer“ auf.

Die erste Lohner Ziegelei wurde, wie der Name Kirchenziegelei verrät, für den Neubau der Pfarrkirche St. Gertrud 1808 gegründet. Bis dahin gab es im ganzen Amte Vechta nur eine Ziegelei, nämlich eine staatliche, sie befand sich auf der Landwehr in Vechta.

Im 19. Jahrhundert wurden für viele Bauten statt Mauerziegel die Baustoffe Holz und Lehm in Gefachen verwendet. Für die Dächer waren Stroh und Reet statt Dachziegel in Gebrauch. Die gebrannten Ziegel kamen mit der Gründung einiger Ziegeleien ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode. In Lohne gab es nach der Kirchenziegelei weitere Ziegeleien mit unterschiedlicher Zeitstellung: Riesselmann (Bereich heute „Hoher Weg“), Vulhop (heutiger Vulhopsweg), Wassenberg (beim Wassenberger Damm), Kokenge (Südlohne, heute Ziegelstraße) und Koldehoff/Meistermann (Nordlohne) und Küstermeyer.

Die Ziegelei Küstermeyer, von der das vorgestellte Exponat des Monats stammt, ist für das Jahr 1872 auf dem heutigen Raiffeisenplatz nachgewiesen. Laut Brandkassenregister wurden die Ziegeleigebäude seit 1891 nicht mehr für die Ziegelei genutzt. Die Tongrube lag auf dem Esch an der heutigen Falkenbergstraße, etwa beim ehemaligen Postgebäude. Der Ton wurde in Loren zur Ziegelei gefahren. Die Ziegelei war ein Nebenerwerb zur Landwirtschaft. Während der Saison wurden Facharbeiter aus dem lippischen Raum angeworben, die in speziell für sie errichteten simplen Behausungen untergebracht waren. Im Handstrichverfahren wurden Mauersteine und Dachziegel hergestellt, die es in roter und schwarzer Farbe gab. Beim Abriss alter Gebäude sollte man schauen, ob man noch historisches Baumaterial als Relikte der Anfänge der Lohner Ziegeleien sichern kann.

In der Sondervitrine im Industriemuseum für das Exponat des Monats sind auch Vollsteine für den Erweiterungsbau der Pfarrkirche St. Gertrud (Bauzeit 1890-92) zu sehen. 1888 wurden 600.000 Steine in sieben Brennvorgängen in der Kirchenziegelei hergestellt.

Benno Dräger

Fotos:

Ziegel kuestermeier  VollziegelsteineVollziegelsteine 

Dachziegel mit Namen der Ziegelei: B. KÜSTERMEYER LOHNE

Vollziegelsteine für den Erweiterungsbau von St. Gertrud 1890-92

Fotos: Dräger

 

Drucken E-Mail

logo trans Erweiterungsbau
Anbau
 Eine positive Nachricht: Die Erweiterung des Museums mit den entsprechenden baulichen Genehmigungen und der Finanzierung sind auf den Weg gebracht. Unser bisher als Werkstatt genutzter Raum ist leergeräumt und wird zurückgebaut, um die Erweiterungsplanung für einen großen Vortragsraum, für Sonderausstellungsfläche, für Museumspädagogik und für die Galerie Luzie Uptmoor umzusetzen.       
Zum OV Artikel  vom 3.April 2020 klickhier trans
logo transMathematik zum Anfassen
 Inzwischen haben wir alle Schulen im Landkreis Vechta, Cloppenburg, Diepholz und Nordkreis Osnabrück angeschrieben, um für unsere im September stattfindende Wanderausstellung „Mathematik zum Anfassen“ zu werben und Anmeldetermine zu vereinbaren. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor und das freut uns sehr.
Knobetisch300
AnmeldungklickhierPDF-Flyerklickhier
logo transAb 07.05.2020

Handlungsmaßnahmen für den Museumsbesuch

1. Am Empfang ist ein sogenannter Spukschutz angebracht.

2. Die Einhaltung der Abstandsregeln wird mit Hilfe von Bodenmarkierungen im Eingangsbereich unterstützt.

3. Besucher werden über Eingang/Ausgang Wege ins Museum bzw. auch wieder hinausgeführt.

4. Der Museumstreff ist zu den üblichen Zeiten geöffnet .

5. Das Museum und die Galerie sind für maximal 50 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig geöffnet. Die Zugangsbeschränkung wird von den Servicekräften überwacht.

6. Es besteht Maskenpflicht für alle Erwachsenen, für Kinder ab dem Alter von sechs Jahren.
Masken sind bei Bedarf für 1,- Euro an der Kasse käuflich zu erwerben.

7. Der Infopunkt ist mit Museumsöffnung besetzt.

8. Der Bücherschrank ist geöffnet.

9. Personen mit gesundheitlichen Problemen und Erkrankte haben keinen Zutritt.

10. Veranstaltungen und Führungen sind bis auf Weiteres im Museum und in der Galerie Luzie Uptmoor nicht möglich.

11. Touch Bildschirme, Leseinformationen und Handouts sich nicht in Betrieb.

12. Der Aufzug darf nur mit maximal zwei Personen besetzt werden (außer Familienmitglieder).

13. Die Reinigung von den Sanitäranlagen und von häufig benutzten Gemeinschaftsflächen und Kontaktflächen erfolgt täglich mehrfach.

 logo transHinweis

maschinenausstellung

Ausstellung Verlängerung bis 15.08.2020

 

Die Maschinenbaufirma Bocklage wurde im Jahre 1842 in Lohne gegründet.

In der Ausstellung zeigen wir das  Modell der Firma um 1960. Zu sehen sind das Wohnhaus und die Werkstatt
schmiede600
mit verschiedenen Gerätschaften und Maschinen.
gruenpfeiltrans

logo transSammlung
 Die genaue Anzahl der Sammlungsobjekte wird noch ermittelt. Bislang sind über 13.000 Maschinen, Geräte und vieles mehr in die Sammlung des Museums aufgenommen worden. Das Bewahren und das Dokumentieren der industriegeschichtlichen Sammlung wird mit großem Engagement verfolgt. Die „Sachzeugen“ belohnen mit ihrem unvergleichlichen Charme der Originalität und einmaliger Ausstrahlung.
Exponat des Monats klickhier trans
ziegel kuestermeier
 Hervorgeholt und angestaubtklickhier trans
m1
 
logo transForschen und entdecken

bohrenEs wird gesägt, geschraubt oder getüftelt: an den Forschertagen wird praktisch gearbeitet, z.B. eine Brücke gebaut oder eine kleine Maschinen konstruiert. Und immer ist das „Selbst tun“ gefragt.

logo transEhrenamt

Seit Anbeginn sind ehrenamtliche Mitarbeiter im Industrie Museum Lohne tätig.
Waren es zunächst einige wenige engagierte Lohner, sind es mittlerweile über 50 Frauen und Männer, die sich für „ihr“ Museum stark machen. Es wird unter anderem inventarisiert, Kaffee gekocht, restauriert oder Fotos gescannt.
Gerne zeigen wir Ihnen die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Museum. klickhier trans
ulrikeUlrike Hagemeier 
Rufen Sie mich an!
04442  730 380