Die Heimat im Krieg- Lohne und die Region 1914-1918“

Der Weltkrieg leitete den politischen, wirtschaftlich-sozialen und kulturellen Zusammenbruch des bisherigen Europas ein. Er hat auch für unsere Region unverkennbare Auswirkungen. Das ist Grund für das Industrie Museum Lohne, mit einer Ausstellung und dem zugehörigen Begleitband speziell diese Zeit in den Blickpunkt zu nehmen.

Es geht in dieser Ausstellung, wie der Titel ausdrückt, nicht vornehmlich um das Kriegsgeschehen an der Front. Dieses wird aber immer wieder gespiegelt in der Beziehung zur Heimat.

Der Blick ist eindeutig auf das Regionale gerichtet, speziell auf: „Die Heimat im Krieg – Lohne und die Region 1914-1918“. In der für dieses Thema häufig verwendeten Bezeichnung „Heimatfront“ wird die neue Dimension des Krieges deutlich, nämlich dass eine Begrenzung auf das Geschehen an der Front nicht mehr möglich ist. Auch wenn die Heimat in Deutschland weitgehend nicht direkter Kriegsschauplatz wurde: Die Gesellschaften aller Krieg führenden Staaten wurden bedingungslos in den modernen, industrialisierten Krieg einbezogen.

Wie reagierte die Heimat auf die Herausforderungen des Krieges? Wie war es möglich, den Durchhaltewillen und die Opferbereitschaft der Bevölkerung über mehr als vier Jahre so hoch zu halten, nachdem bei Kriegsbeginn ein schneller Sieg der deutschen Truppen als gesichert vorausgesagt wurde?

© Benno Dräger
 
Ausstellungseröffnung 10. November 2017, 18 Uhr
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Neu im Programm: Die Herstellung von Zigarren wird von den Gästeführerinnen vorgeführt

 

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Die größte Zigarrenfabrik im Großherzogtum Oldenburg befand sich einst in Lohne.

Die Firma F.A. Clodius war neben einer Reihe von anderen Zigarrenfabriken fast

100 Jahre vor Ort tätig. Zu Spitzenzeiten waren über 200 Zigarrenmacher beschäftigt und einer von Ihnen, …Fortmann, sein Leben lang. Im Jahre 1924 erhielt er eine Ehrung für 65 Jahre pflichtgetreue Tätigkeit.

Heute hat auch der letzte Lohner Zigarrenmacher schon vor Jahren seine Tätigkeit eingestellt.
Die einstige Leitbranche ist verschwunden.

In der Ausstellung ist diese Entwicklung detailliert dargestellt und seit neuestem auch erlebbar.


Die Gästeführerinnen des Lohner Museums haben sich die Herstellung von Zigarren angeeignet und führen dies auf Wusch vor.
Gezeigt wird das Wickel machen und das Überrollen mit dem Deckblatt.

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